Zukunftsworkshops

Zur gleichberechtigten und nachhaltigen Zusammenarbeit von Kleinprivatwaldbesitzenden

Jährlich kommen in DE durch Erbschaft und Erwerb 65.000 neue Waldbesitzende hinzu (Thünen: KKEG: Klimaschutz durch Kleinprivatwald – für Eigentümer und Gesellschaft (thuenen.de)). Dies stellt FWZ zunehmend vor die Herausforderung, diverser werdenden Interessen und Wertvorstellungen in ihren Organisationsstrukturen gerecht zu werden.

Die erste Forschungsphase des Projekts ist abgeschlossen; mittels Fallstudien und einer Onlinebefragung konnten Herausforderungen forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse sowie Strategien und Instrumente für eine verbesserte Zusammenarbeit mit Privatwaldbesitzenden identifiziert werden. Die Ausführungen zu diesem Projektteil finden Sie hier.

In Gruppendiskussionen gehen wir deshalb folgenden Fragen nach:

1) Welche Beziehungen haben Kleinprivatwaldbesitzer*innen zu ihren Wäldern?
2) Woran liegt es, dass viele, insbesondere weibliche, Waldbesitzende, sich nicht von den Angeboten forstlicher Zusammenschlüsse angesprochen fühlen?
3) Welche Voraussetzungen müssen FWZ schaffen, um Privatwaldbesitzende zukünftig besser einzubinden?

Um diesen Fragestellungen gemeinsam auf den Grund zu gehen, möchten wir Waldbesitzende und weitere Waldakteur*innen aus dem Bereich Privatwaldverwaltung zu Backcasting Workshops einladen. Backcasting bedeutet in diesem Fall, dass wir zunächst mit den Workshopbeteiligten erarbeiten, welche Aspekte, Ziele und Herausforderungen für sie von Relevanz sind, um diese dann anschließend auf bestehende Formen der Kooperation zu beziehen. So wollen wir gemeinsam herausfinden, welche Barrieren zwischen PrivatwaldeigentümerInnen und derzeitigen Angeboten bestehen und wie diese entsprechend umgestaltet werden können.  Ziel ist es, forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen und politischen Entscheidungstragenden konkrete Strategien mitzugeben, die den unterschiedlichen Ansprüchen moderner WaldeigentümerInnen gerecht werden. Dafür findet ein moderiertes, ergebnisoffenes Gespräch mit allen Teilnehmenden statt, das auf den bisherigen Erkenntnissen des Projekts aufbaut. Die Workshops bieten Raum für Reflektion, kreative Ideenentwicklung und Diskussion.

Überblick: Zukunftsworkshops

  • Backcasting-Konzept: Ausgang von vielen Zielen, nicht von einem gemeinsamen Ziel: Wie lassen sich diverse Zielsetzungen strategisch fusionieren, um sie zu erhalten aber Hand in Hand zu organisieren?
  • Wer nimmt teil?
    • Kleinprivatwaldbesitzende (vorzugsweise Personen, die bislang nicht in einem Zusammenschluss organisiert sind)Vertretende von regionalen forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen und deren DachorganisationenForstverwaltung
    • Anfallende Reisekosten der Teilnehmenden werden erstattet. Für Verpflegung während der Workshops wird gesorgt
  • Wo finden sie statt?
    • Je ein Workshop in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg. Ort der Workshops sind Städte mit ein- bis zweihunderttausend EinwohnerInnen, in deren unmittelbarer Umgebung Privatwaldflächen vorhanden sind und zumindest ein FWZ in mittelbarer Umgebung aktiv ist.
  • Wann finden sie statt?
    • Im März und April 2023. Die Termine werden in Absprache mit den Workshopteilnehmenden festgelegt
    • Die Workshops dauern circa vier Stunden

Wenn Sie selbst Wald besitzen und Interesse haben im März 2023 an einem der Workshop zur Zukunftsgestaltung von Privatwaldbesitz und forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen teilzunehmen, würden wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme freuen.

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